Veredelungen

Dispersionslackierung

Die Dispersionslackierung ist die mit am häufigsten verwendete Veredelung. Die Dispersion wird direkt nach den Farben innerhalb der Offsetdruckmaschine auf den Druckbogen aufgebracht. Die Lackierung trocknet zügig durch Wegschlagen ins Papier und oxidative Trocknung (Verdunstung). Sie bietet z.B. bedruckten Schachteln und Verpackungen sofort einen guten Schutz gegen Scheuern, Kratzen und Vergilbung der Farben.


Folienkaschierung

Bei der Folienkaschierung (auch Cellophanierung genannt) werden Druckprodukte veredelt, indem eine hauchdünne Folie aufgeklebt (kaschiert) wird. Durch das Folienkaschieren wird nicht nur der Griff- und Scheuerschutz erhöht, sondern auch die Einreiß- und Falzfestigkeit sowie Durchstoßfestigkeit (wichtig bei allen Schachteln!). Dadurch wird die Lebzeit des Druckprodukts deutlich erhöht. Die Folie ist klassisch matt oder glänzend. Eine glänzende Oberfläche verstärkt die Farbwirkung, eine matte Oberfläche erzeugt ein angenehmes Griffgefühl.


UV-Lackierung

Bei der UV- Lackierung kommen Lacke zum Einsatz, die mit Hilfe von UV-Strahlen ausgehärtet werden.
Die technische Umsetzung ist aufwändiger als das Lackieren mit Dispersionslack, dafür sind deutlich höhere Schichtdicken möglich, welche besonders abriebfest sind und einen außergewöhnlichen hohen Glanz erzeugen. Desweiteren ist es möglich, Strukturen in den Lack einzubringen und verschiedenste haptische Effekte hervorrufen. (z.B. Zitrusfrucht, Leder). UV-Lack kann auch partiell eingesetzt werden, um so gewisse Bildbereiche hervorzuheben.


Heißfolienprägung

Bei der Heißfolienprägung wird die veredelungswirksame Schicht mit Hilfe von Druck (durch Prägestempel) und Hitze auf das Druckprodukt übertragen.Da nicht nur Hitze, sondern auch Druck verwendet wird, können nicht nur visuelle, sondern auch haptische Effekte erzielt werden. Häufig werden metallisierte Folien eingesetzt, um insbesondere mit gold- oder silberfarbigen Effekten Hochwertigkeit zu erzielen. Voraussetzung für das Heißprägen ist eine gewisse Hitzebeständigkeit des Trägermaterials. Wird häufig auf den Deckel verschiedener Schachteln aufgebracht.


Farbschnitt

Für Detailverliebte hat die Visitenkarte oder Einladung nicht nur zwei Seiten, sondern neben der Vorder- und Rückseite auch vier Schnittkanten. Diese veredeln wir mit einem sehr traditionellen Verfahren: dem Farbschnitt. Mit dem Farbschnitt lassen sich die Schnittkanten in jeder beliebigen Farbe gestalten – sogar Farbverläufe sind denkbar. Das ermöglicht dem Designer die vier Kanten in die Gestaltung zu integrieren und beispielsweise an das Corporate Design anzupassen. Je nach Material bieten sich für diese beliebte Veredelung verschiedene Verfahren an. Dazu zählen unter anderem der UV-Farbschnitt, Farbschnitt mit Schwamm und Pinsel sowie gesprühter Farbschnitt. Auch eine Folie lässt sich auf die Schnittkanten auftragen.


Blindprägung

Die Blindprägung ist die wohl älteste und traditionellste Art der Veredelung und spielt noch immer eine wichtige Rolle für Printprodukte. Allein durch Druck entsteht eine plastische Verformung  und verleiht dem Produkt eine besondere Haptik. Das farblose Verfahren wirkt sehr edel und ist dezenter als die Folienübertragung.